Ich habe seit 28 Stunden Schmerzen im unteren Rücken. Es zieht und ich bin fast bewegungsunfähig. Ich habe Gedanken in meinem Kopf – als ob es was Neues wäre – aber diese Gedanken drehen sich immer wieder um das Eine.
Das Gefühl von “ich muss wieder von vorne anfangen.” So wie alles Begann. Ich muss schreiben.
Ich sehe überall KI Texte, typische KI Emojis, KI Bilder, Videos… Ich könnte kotzen und halte die Social Media Welt kaum noch aus. Das ist gut. Muss ich ja nicht konsumieren, wenn ich nicht will. Will ich? Muss ich? Naja, irgendwie schon.
Seit fast 10 Jahren verdiene ich “irgendwie” meinen Lebensunterhalt damit. (Haha, da stand erst “Lebensinhalt” – Was für ein “Verschreiber”)
Ding ist, mir macht es ja sogar “eigentlich” Spaß. Vor allem das kreieren. Vielleicht hast du meine letzten paar Videos gesehen. Die lieb ich so, wenn ich einfach Snippets aus meinem Leben zusammen schneide. Die Menschen, mit denen ich unterwegs bin fragen sich oft warum ich jeden Scheiß filme und fotografiere, bis sie dann das vollendete “Werk” sehen.
Also ich liebe es immernoch. Daran hat sich auch nichts geändert. Aber wie sich das gerade entwickelt erschreckt und fasziniert mich auf eine morbide Art und Weise gleichzeitig.
Das hier soll kein Bashing werden derer, die ihre Chat GPT Texte copy pasten und sich drüber freuen, dass sie endlich guten Content am laufenden Band produzieren können. Es ist mir egal. Aber gesehen hab ich es kurz und mein Körper hat sich zusammen gezogen. Und was noch viel gravierender für mich war, war mein eigener Umgang und das Aufwachen daraus.
Hab ich mich ja selbst ertappt und mich fast ein bisschen vor mir selber geekelt.
(Die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Leser dürfte hier bereits aufgebraucht sein, also meine wäre es auf jeden Fall…)
Ich bin in einer Lebenssituation, in der ich mich richtig zusammen reißen muss. Trennung, aus dem Haus der Kinder ziehen. Nicht mehr mit ihnen zusammen unter einem Dach leben. Finanziell auf eigenen Beinen stehen, Altlasten tragen. Verantwortung übernehmen. Big Girl Pants on, aber sowas von…
Wenn ich das so lese, bekomme ich fast schon wieder einen flauen Magen. Aber ok, ich wachse seit jeher durch Schmerz und Entbehrung und es wird auch wieder so sein. Ich bin schließlich (fast) unzerstörbar, wie ich in den letzten Jahren lernen durfte.
Aber zurück zum Thema, ich hab also gedacht: “Liberty, jetzt reißt du dich mal zusammen und machst das, was du gut kannst und drehst mal den Hahn so richtig auf…” Und ich hab angefangen, dem Chat Bot meine Lebensgeschichte zu erzählen. Mann, was hat der geile Texte rausgehauen und ich gepostet und gemacht und getan….
Aber ganz schnell habe ich gemerkt, dass ich mein eigenes Denken quasi abschalte. Dass ich mir nicht mal mehr die Mühe mache, selbst Ideen zu entwickeln, nachzudenken, kreativ zu werden. Als ich das gemerkt habe, ist in mir kurz was gestorben. Ich hab mich geschüttelt und musste ein bisschen würgen. Das bin nicht mehr ich, das ist ne Maschine.
Was für ein Glück. Weil ich dadurch gemerkt habe, was mir wirklich wichtig ist. Und wie ich als kreativer Mensch “funktioniere” und wie nicht…
Ich habe angefangen wieder eigene Texte zu schreiben. Da waren sogar ein paar kleine Tippfehler drin. Wie süß. Fast schon menschlich.
Es ist noch ein bisschen rostig und holprig. So wie dieser Text hier auch. Aber ich kämpfe mich damit jetzt in mein neues Leben. So wie ich es seit meiner frühsten Kindheit tue, als ich einsam und traurig in meinem Kinderzimmer saß und angefangen habe, eine Geschichte über ein Geistermädchen zu schreiben, das in einer Waschmaschine lebte…
Ich habe Wehen, seit 28 Stunden. Diese Schwangerschaft dauert jetzt 2 Jahre und ich stehe anscheinend kurz vor meiner eigenen Geburt. Was werde ich weinen vor Glück, wenn diese Schmerzen vorbei sind und ich mich in meinen eigenen Armen halte.
Vielleicht wird das hier wieder eines von meinen impulsiven “Projekten” die ich nächste Woche schon wieder einstampfe, weil das Nächste meine volle Aufmerksamkeit braucht. Ist das aber nicht eigentlich auch egal?
Als ich mein RCK SHP JNL geschrieben habe, waren das nichtmal 8 Mails. Keine Ahnung, ich weiß es nicht mehr genau. Aber das Feedback und die Nachrichten, die mir unter Tränen geschrieben wurden, bestärken mich darin das zu tun, was meine Intuition mir sagt. Und wenn es nur ein kurzer Moment ist, der leuchtet. Wie ne Wunderkerze an Sylvester.
A pro pos Sylvester…. Am 1.1.26 ziehe ich aus….

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